Der Leibniz-Lunch am 23. September 2026 steht unter der Überschrift „Im Schulterschluss gegen antimikrobielle Resistenzen. Impulse und Dialog für eine gesunde Zukunft“ und bringt wissenschaftliche Expertise und politische Perspektiven zusammen.
Auf Einladung der Leibniz Gemeinschaft und dem Ausschussvorsitzenden für Forschung, Technologie, Raumfahrt und Technikfolgenabschätzung, Prof. Dr. Karl Lauterbach, wird der Forschungsverbund Leibniz INFECTIONS vor Abgeordneten von SPD, CDU/CSU, Bündnis 90/Die Grünen und der AFD sowie deren Mitarbeitenden die unterschiedlichen Facetten der Herausforderung durch antimikrobielle Resistenzen (AMR) erläutern.
AMR lässt sich nicht allein innerhalb eines einzelnen Gesundheitssystems oder Forschungsgebiets betrachten. Resistente Mikroorganismen und Resistenzgene können sich zwischen Mensch, Tier und Umwelt bewegen. Gleichzeitig beeinflussen Antibiotikaeinsatz, landwirtschaftliche Praktiken, Prävention und Infektionskontrolle sowie gesellschaftliche und ökonomische Bedingungen die Entstehung und Ausbreitung von Resistenzen. Der One-Health-Ansatz verbindet deshalb Human-, Veterinär- und Umweltperspektiven.
Wissenschaft und Politik im Dialog
Den Leibniz-Lunch eröffnet Prof. Dr. Karl Lauterbach, Vorsitzender des Ausschusses für Forschung, Technologie, Raumfahrt und Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestages. Im Anschluss geben Vertreterinnen und Vertreter von Leibniz INFECTIONS wissenschaftlichen Impulse für die anschließende Diskussion zwischen Wissenschaft und Politik.
Ziel des Formats ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse mit politischen und gesellschaftlichen Handlungsfragen zu verbinden: Welche Bedingungen braucht ein wirksamer One-Health-Ansatz? Wie kann der verantwortungsvolle Einsatz von Antibiotika weiter gestärkt werden? Welche Rahmenbedingungen sind erforderlich, damit Forschung und Innovation neue Lösungen hervorbringen und zugleich die Verfügbarkeit bestehender Antibiotika gesichert bleibt? Und welche Rolle spielt internationale Zusammenarbeit?
Die Veranstaltung soll dabei unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen und Handlungsfelder sichtbar machen. Welche konkreten Schlussfolgerungen sich aus dem Austausch ergeben, ist Teil des Dialogs und wird im Anschluss an die Veranstaltung dokumentiert.

