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SEED MONEY PROJEKTE (SMP)

Für kleinere, explorative Projekte vergibt der Forschungsverbund Leibniz INFECTIONS eine Anschubfinanzierung – Seed Money. Folgende Seed Money Projekte wurden aus Verbundmitteln finanziert.

Der Leibniz Forschungsverbund hat im Rahmen des Projekts „Charakterisierung von Genomen aus Gewässern und Sedimenten, die Antibiotikaresistenzen (AMR) tragen, mithilfe der PacBio-Long-Read-Sequenzierungstechnologie“ Fördermittel bereitgestellt. Dieses zusätzliche Startkapital wird im Rahmen des Projekts „Wasser als Lebensraum und Vektor für AMR-Mikroben (IPT6)“ verwendet, um Long-Read-Metagenome aus der Wassersäule und den Sedimenten von Süßwasserökosystemen zu generieren. Die Long-Read-Sequenzierung ist entscheidend für die Herstellung einer Verbindung zwischen antimikrobiellen Resistenzgenen (AMR) und ihren Trägern (Bakterien- und Pilzarten). Darüber hinaus können Investitionen in die Long-Read-Sequenzierung das Wissen über die spezifischen Vektoren von Resistenzgenen – wie Plasmide oder andere mobile genetische Elemente – in aquatischen Ökosystemen erweitern.

Start: 01.11.2021
Ende: 31.10.2024

Koordinierendes Institut

Koordination

  • Prof. Dr. Hans-Peter Grossart (IGB)

Partner

Projektteam 

  • Prof. Dr. Hans-Peter Grossart (IGB)
  • Prof. Dr. Alex Greenwood (IZW)
  • Prof. Dr. Ulrich Nübel (DSMZ)
  • M. Sc. Pau De Yebra Rodó (IGB)

Die Mehrheit der Länder weltweit hat inzwischen nationale Aktionspläne (NAPs) zur Bekämpfung der antimikrobiellen Resistenz (AMR) entwickelt. Erste Untersuchungen zeigen jedoch, dass die Steuerung und Umsetzung vieler NAPs stark verzögert und unvollständig ist.

In diesem Projekt führen wir gemeinsam mit dem Global Health Governance Programme in Edinburgh eine globale Governance-Analyse aller Länder durch, die in einer Selbstbewertungsumfrage in der globalen Tripartite Antimicrobial Resistance Database (TrACCS) vertreten sind. Dazu wenden wir ein Governance-Rahmenwerk zur Bewertung nationaler AMR-Aktionspläne von Anderson et al. (2019) an, um die globale Reaktion auf AMR zu messen.

Start: 01.05.2022
Ende: 31.07.2022

Koordinierendes Institut

Partner

Projektteam 

  • Prof. Dr. Wolfgang Hein (GIGA)
  • Dr. Anne Harant (GIGA)
  • Dr. Denise Dekker (BNITM)
  • Prof. Dr. Devi Sridhar (Global Health Governance Programme, University of Edinburgh)
  • Dr. Genevie Fernandes (Global Health Governance Programme, University of Edinburgh)
  • M. Sc. Jay Patel  (Global Health Governance Programme, University of Edinburgh)

Ziel dieses Projekts ist es, die Rolle von „Overconfidence“ (übermäßiges Selbstvertrauen) bei medizinischen Entscheidungen von medizinischen Fachkräften und Auszubildenden in Ghana zu untersuchen. Die Studie konzentriert sich auf den Zusammenhang zwischen „Overconfidence“ und der Verschreibungspraxis von Antibiotika. Ziel ist es, das Ausmaß, die Ursachen und die Folgen von „Overconfidence“ zu verstehen. Zu diesem Zweck führen wir eine individuelle Umfrage in verschiedenen Gesundheitseinrichtungen und Lehrkrankenhäusern durch.

Start: 01.05.2023

Ende: 30.06.2025

Koordinierendes Institut

Koordination

  • Jan Priebe (BNITM)

Partner

  • Kumasi Centre for Collaborative Research in Tropical Medicine (KCCR)

Projektteam

  • Dr. John Amuasi (KCCR, BNITM)

  • Jan Priebe (BNITM)

  • Eva Lorenz (BNITM)

  • MSc Mawuli Leslie Aglanu (KCCR)

  • Angelina Effah (KCCR)

  • MSc Lena Merkel (BNITM, GIGA)

Dieses Projekt erfasst Daten aus erster Hand über den Einsatz von Antibiotika in der Rinderzucht und die Prävalenz von Antibiotikaresistenzen in tierischen Lebensmitteln, beim Menschen und in der Umwelt in der Provinz Süd-Kivu im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DRK). Diese Region ist aufgrund der anhaltenden politischen Instabilität und der mangelnden (Straßen-)Infrastruktur schwer zugänglich, was qualifizierte Tierpfleger davon abhält, sich dort niederzulassen, und die Versorgung mit Tierarzneimitteln erschwert. Die gesammelten Daten dienen als wertvolle Grundlage für die Konzeption einer Interventionsstudie.

Die Mittel werden verwendet, um eine sozioökonomische Umfrage unter Viehhaltern zum Einsatz von Antibiotika in Süd-Kivu im Osten der DR Kongo durchzuführen und Rinderkot- und Bodenproben auf das Vorhandensein antibiotikaresistenter Krankheitserreger zu untersuchen. Das Projekt wird somit ein Verständnis der Motive, Verwendungsmuster und bestehenden Resistenzgrade von Antibiotika vermitteln, das für die Bewertung des Problems und die Entwicklung wirksamer Maßnahmen zur Eindämmung unerlässlich ist.

Start: 30.06.2023

Ende: 31.12.2024

Koordinierendes Institut:

Partner:

Projektteam:

  • Dr. Olivier Kashongwe (ATB)
  • Dr. Tina Kabelitz (ATB)
  • Prof. Dr. Renate Hartwig (RWI)
  • Dr. Louisette Wimba (ISTM)

Stallluft – eine Gefahr für Tier und Mensch?

Im Seed Money Projekt AirBarn sollen Aerosole in und aus Tierställen als potentielle Gefahrenquelle für luftübertragene Krankheitserreger untersucht werden. Bekannt ist, dass durch den Einsatz von Antibiotika in der Landwirtschaft Antibiotikaresistente Bakterien auftreten. Inwieweit Umwelteinflüsse die Zusammensetzung der Bakterien in Bioaerosolen verändern können und wo Gefahren für den Menschen, aber auch für die Umwelt entstehen, sind noch offene Forschungsfragen. Im Rahmen von AirBarn soll Feinstaub (Partikelgrößen und Konzentrationen) aus einem Schweinestall untersucht werden. Dabei werden zum einem die Feinstaubpartikel in Abhängigkeit von Umweltbedingungen und zum anderem die Beladung der Staubpartikel mit pathogenen Mikroorganismen untersucht. Ausgehend von der Hypothese, dass die Häufigkeit von antibiotikaresistenten Bakterien in Bioaerosolen in Abhängigkeit von den Umgebungsbedingungen (Temperatur und Luftfeuchtigkeit) variiert, werden unterschiedliche Methoden (Mikroskopie, Bakterienkultivierung, Sequenzierung und PCR/qPCR) zur Untersuchung von Bioaerosolen in Schweineställen eingesetzt. Ziel ist es, ein besseres Verständnis pathogenhaltiger Aerosole in Schweineställen zu erlangen.

Start: 01.10.2024

Ende: 30.09.2025

Koordinierende Institute:

Partner:

Projektteam

  • Dr. Tina Kabelitz (ATB)
  • Dr. Elisabeth Pfrommer (RKI)
  • Prof. Ulrich Nübel (DSMZ)
  • Dr. Doreen Werner (ZALF)
  • Claudia Dolsdorf (LVAT)
  • Dr. Anja Hansen (InnoHof)

Zu den nicht-tuberkulösen Mykobakterien (NTM) zählen alle Mycobacterium-Arten mit Ausnahme von M. tuberculosis und M. leprae. Derzeit sind über 200 NTM-Arten beschrieben, aber nur wenige davon verursachen beim Menschen Krankheiten. Es wird angenommen, dass die Übertragung auf den Menschen in erster Linie durch Kontakt mit Umweltquellen wie Wasser und Boden erfolgt. Die genauen Übertragungswege und die Epidemiologie von NTM in der Umwelt sind jedoch noch wenig erforscht. Um diese Wissenslücke zu schließen, umfasst dieses Projekt die Entnahme von Wasserproben an verschiedenen Standorten in Deutschland und die anschließende detaillierte Charakterisierung der isolierten NTM.

Start: 01.07.2024
Ende: 01.07.2026

Koordinierendes Institut

Koordination

  • Dr. ir. Margo Diricks (FZB), Dr. Inna Friesen (FZB) und Prof. Dr. Stefan Niemann (FZB)

Partner

Projektteam 

  • Dr. ir. Margo Diricks (FZB)
  • Dr. Inna Friesen (FZB)
  • Prof. Dr. Stefan Niemann (FZB)
  • Prof. Dr. Hans-Peter Grossart (IGB)