Mitglieder des Forschungsverbunds Leibniz INFECTIONS untersuchte Wasser- und Sedimentproben aus sechs Gewässern in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern und dem Zu- und Abfluss einer Kläranlage in Berlin. In städtischen Proben stellten sie eine höhere Vielfalt und Konzentration von Genen fest, die für Resistenzen gegenüber gängigen Antibiotika verantwortlich sind. Die Zu- und Abflüsse des Klärwerks waren am stärksten belastet, doch auch in weit von Städten entfernten ländlichen Seen wurden resistente Keime gefunden.
Steigende Temperaturen, Extremwetterereignisse und Umweltveränderungen könnten die Verbreitung antimikrobieller Resistenzen begünstigen. Eine neue Übersichtsarbeit fasst den aktuellen Forschungsstand zusammen. Ein ursächlicher Zusammenhang ist bislang nicht ausreichend belegt, aber es gibt viele Indizien dafür.
Im neuen „Leibniz Science Campus: Antimicrobial resistance plasticity” kooperiert das Forschungszentrum Borstel, Leibniz Lungenzentrum mit der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Ziel ist, die Entwicklung von Antibiotikaresistenzen in Bakterien auf molekularer Ebene besser zu verstehen. Prof. Stefan Niemann vom Forschungsverbund Leibniz INFECTIONS ist künftiger Sprecher des WissenschaftsCampus.
Zum heutigen Welt-Tuberkulose-Tag erscheint eine neue Folge des Podcasts „Mikroben im Visier“. Darin gibt Prof. Christoph Lange detaillierte Einblicke in die aktuelle Forschung und die Herausforderungen der globalen Tuberkulose-Bekämpfung und erklärt, warum die tödlichste Infektionskrankheit der Welt trotz moderner Medizin nicht weicht.
Professor Jürgen Popp, Leibniz INFECTIONS-Mitglied und Wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), wurde mit dem SPIE Biophotonics Technology Innovator Award 2026 ausgezeichnet – einer der bedeutendsten internationalen Preise im Bereich der optischen Diagnostik und medizinischen Photonik. Die Ehrung würdigt seine besonderen Verdienste dabei, Licht-Technologien, wie etwa die Raman-Spektroskopie, weiterentwickelt und für klinische Anwendungen nutzbar gemacht zu haben.